Konzert „Shalom – Kirche trifft Synagoge“
Konzert für Orgel & Bratsche
Professor Torsten Laux, Semjon Kalinowski und Kantorei Büderich.

Zu einem besonderen „Cross-over“-Konzert laden wir herzlich am Sonntag, 5. Oktober um 17.00 Uhr in die Christuskirche ein.

Das Programm aus einer Zusammenführung von Musik des Christentums mit der des Judentums, dargeboten von zwei musizierenden Vertretern beider Richtungen. Eine weitere Bereicherung bringt unsere Kantorei ein mit Psalmvertonungen von Louis Lewandowsky. Zu hören sind außerdem Werke von Rheinberger, Bruch, Alain, Stuschewsky, Bloch, Sulzer und Würzburger.

Eine weitere Besonderheit des Programms besteht in der originellen Farbigkeit der seltenen Kombination Viola & Orgel. Die Palette reicht dabei von üppiger Klangfülle bis zu zarter Melancholie, von meditativer Entspannung bis zu Virtuosität und überraschenden Kontrasten. Eine epochen- und genreübergreifende Programmzusammenstellung sichert den Konzert-besuchern ein interessantes, kurzweiliges und zugleich nachhaltiges Hör-Erlebnis.

Musik und christliche Gemeinde sind ein altes unzertrennliches Geschwisterpaar. Gregorianik, Palestrina, Luther, Schütz, Bach, Brahms, Reger sind nur eine kleine Auswahl der Kirchenmusikgeschichte. Bereits Geschichtsschreiber im 1. Jahrhundert nach Christus berichten von den wechselchörigen Psalmgesängen der ersten Christen. Auch im Neuen Testament liest man bisweilen „Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen“.

Psalmen, also eine jüdische Tradition finden sich schon im frühen Christentum. Das musikalische Geschwisterpaar Musik und Kirche hat also ein Elternpaar: Psalmgesänge und Tempel. Die Musik der christlichen Gemeinde hat Ihre Wurzeln in der Tradition des jüdischen Gottesdienstes und der Tempelmusik. 1. Mose 4, 21 berichtet von Jubal: „von dem alle sind hergekommen alle Flöten und Zitherspieler“. König David bestimmte um die 4000 unter den Leviten als „Lobsänger des Herrn mit Saitenspiel“. Und zur Einweihung des salomonischen Tempels ist von Zimbeln, Psaltern und Harfen und hundertzwanzig Priestern mit Drommeten (trompetenartige Instrumente) die Rede.

Beiden Traditionen gemeinsam ist die Orgel. Anfänglich wegen ihrer Herkunft umstritten, hielt sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten Einzug in Kirche und Synagoge.

Es musizieren Semjon Kalinowski. Er ist ein leidenschaftlicher Vertreter seines Instruments, der Viola, – synonym auch Bratsche – mit einer regen internationalen Konzerttätigkeit und Auszeichnungen und Prof. Torsten Laux an der Orgel, ein international gefragter Konzertorganist und seit 1999 Dozent für Orgel an der Musikhochschule Düsseldorf.

Eintritt frei – wir bitten um individuell angemessene Spenden zur Kostendeckung.

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