Gemeindebrief
September 2026 – November 2026
Begrüßung
Liebe Leserinnen und Leser,
heute habe ich eine gute und eine weniger gute Nachricht für Sie:
Zunächst die gute Nachricht: Nach intensiver Beratung, auch von externer Stelle, hat das Presbyterium entschieden, dass es den Gemeindebrief auch in Zukunft in Papierform für alle Gemeindeglieder geben wird. Entscheidend war der positive Zuspruch unserer Nutzer, die ausdrücklich die Beibehaltung in papierener Form wünschten. Allerdings wird der Gemeindebrief ab sofort wieder im A5 – Format, also wie früher in kleinerer Form erscheinen. Zwei Gründe: Die Kosten und das kleinere, leichtere Format. Letztes erleichtert unseren Zustellern die Arbeit erheblich.
Die weniger gute Nachricht: Der Kirchenkreis Krefeld entmündigt zunehmend nach meiner Auffassung die Presbyterien in unserer Region. Er zerstört eine Einmaligkeit in den evangelischen Kirchen Deutschlands, nämlich die einmalige (basis-) demokratische Ordnung der evangelischen Kirche im Rheinland. Anders als z.B. in Bayern, wo der Landesbischof sagt, wo es lang geht, entscheiden bislang in der rheinischen evangelischen Landeskirche die einzelnen Kirchengemeinden vertreten durch Ihre Presbyterien, wie das Gemeindeleben vor Ort abläuft. Sie wählen die Pfarrerinnen und Pfarrer aus, führen mit Ihnen die Personalgespräche, suchen die Kantoren, die Jugend- und Senioren – Leitung aus. Das Presbyterium entscheidet selbstständig. Aber: Es trägt auch die volle Verantwortung. So wird nahe an den Gemeindegliedern schnell und verantwortlich, aber auch kostengünstig entschieden.
Der Kirchenkreis Krefeld möchte das ändern – „natürlich“ im Einvernehmen mit den einzelnen Gemeinden. Jedermann ahnt, dass das mit professionellem Mehraufwand und Mehrkosten für die einzelnen Kirchengemeinden verbunden ist. Der Kirchenkreis behauptet, es wird professioneller und billiger. Wie das mit Profis statt Ehrenamtlern gehen soll, belegt er nicht …. Ein Schelm, der nichts Negatives dabei denkt… “Lasst
uns doch die Resourcen bündeln, der Kirchenkreis übernimmt die Verantwortung für den Fortbestand der drei o.g. Handlungsfelder“, so Superintendentin Dr. Barbara Schwahn. Damit sind die Presbyterien entmachtet!
Ich sage: Wehret den Anfängen – principiis obsta!
Gruß
Wolrad Rube

